![]() |
Hola amigos,
lang liegt mein letzter Reisebericht zurück, inzwischen ist schon über ein Jahr vergangen. Was nicht heißt, dass ich keine Reisen unternommen habe, nein, aber ich hatte schlichtweg nicht die Motivation, wegen eines kleinen Ausfluges nach Spanien oder Madeira gleich einen Bericht zu schreiben. Doch dieses Mal habe ich mal eine etwas längere und sehr interessante Reise getätigt. Wie die Überschrift vermuten lässt, sind mein Vater und ich mit LTU für 2 Wochen nach Cuba geflogen. Der Flug verlief direkt von München nach Varadero. Von dort aus hatten wir einen Bustransfer nach Havanna (La Habana), wo wir unser Hotel hatten. Der Bericht enthält ziemlich viele Bilder, aber aus 2 Wochen Cuba nimmt man auch einiges an Bildern mit. Ich habe mich bemüht, dass es nicht zu langweilig wird und hoffe, dass euch ein paar Eindrücke aus einer etwas anderen Welt gefallen. Ich habe ein paar Absätze eingebaut, wo einige Hintergrundinformationen drin stehen, für Diejenigen, die so was interessiert, ansonsten einfach weiter scrollen. Die Quelle hierzu habe ich aus Baedecker Reiseführer für Kuba. Ich hoffe, der Bericht ist nicht zu ausführlich ;-) Los geht es um 10.40 Uhr am Freitag morgen, 05.08.2005. Unser LTU Airbus A330-200 D-ALPC steht am Gate und wird für den fast 11 stündigen Flug über den Atlantik vorbereitet. Das Boarding war relativ schnell beendet und unser A330 wurde zur 26L gefahren von wo aus wir München über die Kempten SID verlassen, und uns auf den weiten Weg über den Atlantik gemacht haben. |
![]() |
Über
den Service von LTU kann ich mich wirklich nicht beklagen, die Flugbegleiter
waren allesamt sehr freundlich, es gab zwei warme Mahlzeiten und man
wurde mehr als reichlich mit Getränken versorgt. Es wurden zwei
Filme gezeigt (Miss Undercover 2 und Robots) und zwischendrin konnte
man immer mal wieder einen Blick auf die aktuelle Position und verbleibende
Flugzeit werfen. Da mich die Filme aber nicht sonderlich interessiert
haben, habe ich die meiste Zeit gelesen oder Musik gehört. Nach
etlichen Stunden voller Wasser und Wolken, konnten wir endlich die Bahamas
sehen. Kurz darauf begann auch schon der Descent und wir überflogen
den Touristenort schlechthin von Cuba, Varadero. Auf der Insel steht
eine Hotelanlage neben der Anderen, sonst nichts. Zumindest aus der
Luft war nichts Anderes zu erkennen. |
![]() |
Endlich,
wir überfliegen die Küste von Cuba und befinden uns mehr oder
weniger über Festland, kurz darauf begann auch schon der etwas
sehr kurvige Anflug auf Varadero, mir kam es anhand der abenteuerlichen
Kurven so vor, als wäre das ein Visual Approach gewesen, kann mich
aber natürlich auch geirrt haben. |
![]() |
Die Einreise
in das kommunistische Land ist an sich eigentlich unkompliziert, man
kauft sich vor dem Abflug von München ein Touristenvisum das 30Euro
pro Person kostet, füllt dieses aus und legt es bei der Einreise
den Zollbeamten hin. Nur, wenn gleichzeitig noch ein Corsair Jumbo aus
Paris, ein Air Transat A310 aus Toronto, eine First Choice 767 aus Gatwick
und ein LTU A330 aus München ankommen, ist die unklimatisierte
Halle von Varadero ziemlich überfüllt. Wir hatten nur Glück,
dass unsere 300 Passagiere von dem LTU Flug als erste dieser Charterkette
ankamen, sodass sich die Wartezeit auf 1 ½ Stunden reduzierte.
Aus dem Terminalgebäude raus gekommen bemerkte ich zu erst die
erdrückende Hitze welche nicht zuletzt wegen der hohen Luftfeuchtigkeit
sehr unerträglich erschien. Allerdings wurden mir sofort die Koffer
abgenommen und wir wurden zu unserem (glücklicher Weise) klimatisierten
Transferbus von Gaviotatours gebracht. Wir überquerten die höchste
Brücke von Kuba… |
![]() |
Unsere fahrt
führte uns weiter durch die Hafen- und Industriestadt Matanzas
und mir wurde mehr und mehr klar, dass wir nicht nur 8300km in Richtung
Westen geflogen sind, sondern auch 50 Jahre in die Vergangenheit geflogen
sind. Seien es die Autos, Häuser oder Fabriken, ich kam mir vor,
wie in einem 50’er Jahre Film. Wie auch immer, gegen 8 Uhr Abends
kamen wir in unserem Hotel an, aßen noch etwas zu Abend und gingen
daraufhin gleich ins Bett, immerhin war es an unserem Abflugsort schon
2 Uhr in der Nacht.
Für den nächsten Tag hatten wir eigentlich erstmal entspannen und relaxen (bzw. in neudeutsch „chillen“) eingeplant, aber da wir eigentlich ziemlich fit waren, beschlossen wir, mit dem Taxi zum internationalen Flughafen von Havanna, José Martí, zu fahren. Dort angekommen versuchte ich erst einmal, ein paar Bilder von Flugzeugen zu schießen, was aber nicht einfach ist, da das Fotografieren von Flughäfen auf ganz Cuba „eigentlich“ verboten ist. Das „eigentlich“ deswegen, weil mich dennoch nie jemand zurückgerufen hat, als ich zum Schuss angesetzt habe. Mein Herz schlug etwas höher, als ich diesen schönen Vogel fotografieren konnte. |
![]() |
Auch stark
vertreten in Havanna sind die Russen, welche mit einer Domodedovo Ilyushin
96 oder eine Aeroflot 767 anreisen. Diese Maschine kannte ich allerdings
schon vom Wintercharter aus Salzburg. Ich möchte noch hinzufügen,
dass sich das Fotografieren in Havanna als sehr schwierig gestaltet,
da die ehemals vorhandenen Terrassen alle weg sind, lediglich die Schilder
dazu hängen noch in den Terminals. Dafür hat aber das internationale
Terminal jetzt eine zweistöckige Anfahrt, von wo aus man einen
Blick auf das Vorfeld und abgestellte Flugzeuge hat, allerdings ist
hier der Brennweitenbereich mit ca. 300mm ziemlich hoch. Im nationalen
Terminal könnte man durch eine dreckige, teils verdunkelte, Scheibe
fotografieren, aber auch hier ansonsten keine Möglichkeit. Am Terminal
von Aerocaribbean geht gar nichts mehr, eine Betonmauer verhindert jegliches
Fotografieren. Lediglich im Anflug könnte man Vormittags und spät
Nachmittags versuchen, ein paar Aufnahmen zu machen, allerdings weiß
ich nicht, wie da die Polizei reagiert, da man direkt an einer Hauptstraße
steht. |
![]() |
Aerocaribbean,
da war doch was. Genau, die haben ihr eigenes Terminal am José
Martí Flughafen, wo ich mich wegen Flügen mit der Ilyushin
18 erkundigen wollte. An der Information erfuhr ich, dass es einen Shuttlebus
gibt, welcher zwischen den verschiedenen Terminals des Flughafen fährt,
da das Gelände sehr weitläufig ist. Nach nur 45 Minuten Wartezeit
(für Cuba ist das außerordentlich wenig) kam auch bereits
ein Bus, welcher uns zu der Hütte von Aerocaribbean brachte. Dort
bekam ich die Auskunft, die IL-18 fliege auf dem Routing zwischen Havanna
und Cayo Coco und man gab mir einen Zettel mit einer Adresse mit, wo
ich Flüge mit besagter Maschine buchen könnte. |
![]() |
Nach nur
weiteren 30 Minuten Wartezeit kam der Shuttlebus wieder und wir entschlossen
uns, noch am Nationalen Terminal vorbeizusehen, da es dort mal eine
Terrasse gab, von wo aus man relativ brauchbare Fotos machen konnte.
Das klingt jetzt allerdings leichter, als es ist. Der Bus umquerte den
Flughafen doch er hielt nirgendwo, wo es nach „Terminal nacional“
aussah. Ganz im Gegenteil, mit der Zeit entfernten wir uns mehr und
mehr vom Flughafen und kamen in einen kleinen Vorort von Havanna, welcher
sich Santiago de Las Vegas nennt, macht aber mehr den Anschein, als
wäre das ein Armenviertel von Havanna. Irgendwo in diesem Dorf
hielt der Bus, alle Insassen stiegen aus und man erklärte uns,
dass hier für heute Endstation sei aber wir können uns ja
ein Taxi suchen. Da standen wir dann und ich blickte mich ein bisschen
in den Straßen um, wenn nur nicht alle gleich aussehen würden… |
![]() |
Allerdings
erfreute ich mich mehr und mehr an dem Anblick der alten Autos, welche
es dort zu Hauf gibt. Dass sie noch fahren ist nicht nur ein Wunder,
wenn man bedenkt wie alt sie sind, sondern auch, in was für einem
Zustand die Straßen sind. Bei Quadratmeter großen Schlaglöchern
müssen die Autos schon Einiges aushalten und die Fahrer ziemlich
aufpassen. Auch Pferde oder Ochsen, die plötzlich mitten auf der
Straße stehen, können eine Gefahr darstellen ;-) |
![]() |
Noch einmal
ein Blick in eine der Straßen, ich liebe diese Ansicht einfach,
vor allem die starke Überlandverkabelung ist sehr auffällig. |
![]() |
Einer der
vielen alten Lastwägen geparkt vor einem der vielen alten Wohnhäusern
während hinten schon der nächste Klassiker um die Ecke poltert. |
![]() |
|
Wir
versuchten den Weg, welchen wir mit den Bus zurückgelegt haben,
zurück zu verfolgen um auf eine der etwas größeren Hauptstraßen
zu kommen, um ein Taxi anzuhalten. Unterwegs kamen wir auf einen Markt,
wo die Kubaner einkaufen dürfen, aber sonderlich reichlich war
die Auswahl dort nicht. Man konnte wählen, zwischen Bohnen, Bananen
und Fleisch, welches sicherlich schon mehrere Stunden in der Hitze lag
und die Fliegen sich ihren Teil schon abgeholt haben. Dort habe ich
meine Kamera lieber in der Tasche gelassen, es gibt Orte, da sollte
man nicht mit einer Digitalkamera wie wild Fotos knipsen. Später fanden wir ein Taxi und der conductor (=Fahrer) erzählte mir seinen Tagesablauf, wie ihn wohl einige Kubaner haben: Aufstehen, arbeiten, arbeiten, arbeiten, bisschen was Essen und wieder schlafen. Wie auch immer, 30 Minuten später kamen wir durchtränkt von Abgasen, Öl und Benzin an der Calle 23, oder viel mehr auch als „La Rampa“ bekannt an, wo das Reisebüro von Aerocaribbean ist. „Cerrado“ Das ist natürlich klar, Samstag Nachmittag arbeitet man nicht mehr, das Reisebüro ist zu und wir sind von der Nachmittagshitze etwas erschöpft. Also, zurück ins Hotel und ein bisschen am Pool ausspannen. Hier mal ein Bild von der Lobby von unserem Occidental Miramar. |
![]() |
Und hier
noch schnell die Poollandschaft mit Pool-Bar, welche den Hinterhof mit
Musik beschallte. Sorry, nach den Bildern aus Santiago de Las Vegas
muss das kurz sein ;-) Der Service war hervorragend, nachdem wir unserer
camarrera (Zimmermädchen) 5 Pesos hingelegt haben, wurde das Bett
jeden Tag anders gemacht, der Kühlschrank funktionierte und und
und. Grundsätzlich gilt, dass alle Kubaner, die eine Arbeit haben,
ihren Job sehr sehr ernst nehmen und sich bei der Ausübung sehr
bemühen. Man ist auch stets bemüht Dir zu helfen und den Aufenthalt
so schön wie möglich zu machen. Und das obwohl sie für
ihre Arbeit kaum bezahlt werden. Das ganze fehlt mir hier in Europa
ein bisschen. |
![]() |
Am Tag darauf
wollten wir ein bisschen La Habana Vieja erkunden, zu Deutsch die Altstadt
von Havanna. Mit einem alten Lada-Taxi tuckerten wir in Richtung Innenstadt
und versuchten uns in einem Park erstmals mittels einer Karte zur Orientieren
und die Lage „Guantanamera, guajira Guantanamera, Guantanameeeeeera…“
Mist ! Zu spät, ich blickte auf und sah zwei Bettelbaden vor mir,
welche bereits voller Elan mit Gitarre und Rassel angefangen haben,
Guantanamera zu singen. 10 Minuten später und mit 2 Pesos (~1,50Euro)
weniger in der Tasche, liefen wir durch die Gassen der Altstadt wobei
mir dieses Prachtstück auffiel. |
![]() |
Endlich kamen
wir zum Ziel unseres Fußmarsches, das Capitolio welches dem in
Washington nachempfunden ist. Man spricht hier auch vom Wahrzeichen
von Havanna. Im Inneren befinden sich eine der größten in
einem Gebäude untergebrachten Statuen der Welt, die 14 m hohe „La
República“. |
![]() |
|
Der
Mittelpunkt der Kuppel gilt als Nullpunkt von Havanna, dies ist der
Punkt, wovon alle Entfernungen innerhalb Kubas gemessen werden. Hier
schön zu sehen mit der kubanischen Flagge. ---------- Die Kubanische Flagge: Die Flagge wurde zusammen mit dem Staatswappen 1849 von Miguel Teurbe Tolón entworfen. Die Nationalflagge Kubas besteht aus einem weißen, fünfzackigen Stern in einem roten, gleichwinkligen Dreieck, das von der linken Flaggenseite in die blaue und zwei weiße Streifen übergeht. Das Dreieck soll Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit symbolisieren, die rote Farbe das vergossene Blut der kubanischen Freiheitskämpfer. Während die blauen und weißen Streifen für die kolonialzeitlichen Provinzen Cubas stehen, soll der weiße Stern den Weg in die Freiheit weisen. ---------- |
![]() |
Hier noch
einmal ein Bild von dem kompletten Gebäudekomplex |
![]() |
Wir kauften
in der Mittagshitze ein Wasser und pausierten kurz in einem nahe gelegenen
Park wobei wir Zeuge eines für uns Europäer unglaublichen
Schauspiels wurden. Ich nennen es „Der Run auf den GuaGua“.
GuaGua ist die cubanische Bezeichnung für die Busse, welche in
den Städten verkehren. Der Name kommt daher, dass sie vor einigen
Jahren von den Briten alte Busse geschenkt bekommen haben, welche beim
Anlassen ein „GuaGua“ Geräusch machten (ausgesprochen
„gwagwa“). Ich erkläre kurz das Schauspiel: Ein vollkommen
überfüllter Sattelschlepperbus, an dem die Menschen schon
zur Tür raus hingen, hielt kurz an der Kreuzung weil wartende Fahrgäste
am Straßenrand standen. Wir beobachteten mehrere Minuten das Schauspiel,
wie man verzweifelt versuchte, noch in diese Bus rein zukommen, oder
zumindest sich dran zu hängen. Nach etwa 15 Minuten schalteten
sich zwei Polizisten ein, welche dies ebenfalls beobachtet hatten. Es
sei nicht möglich, dass der Bus weiterfährt, solange die Menschen
raushängen. Da hilft alles nichts, die Leute müssen rein.
Letztendlich haben Polizisten und Passanten gleichermaßen geholfen,
die Fahrgäste in die Türen rein zuquetschen, sodass zumindest
die Türen noch zugingen. Ob ihr es glaubt oder nicht, alle Personen,
die hier auf dem Bild noch vor dem GuaGua stehen, sind mit in den Bus
gekommen. Es war wirklich für die Verhältnisse, die man hier
aus Europa, besonders aus Deutschland, kennt, unglaublich… |
![]() |
Wir
liefen noch etwas in der Altstadt rum und tauchten Nachmittags wortwörtlich
im Pool des Hotels unter, weil es sonst einfach zu heiß wurde.
Am Tag darauf stand ein Besuch der Zigarrenfabrik „Partagas“, welche sich direkt hinter dem Kapitol befindet, auf dem Plan. So ein Besuch ist bei einer Cubareise ein „Must have“ und auf jeden Fall empfehlenswert, da man sonst nie Eindrücke bekommt, wie Zigarren traditionell hergestellt werden. Wie das Schild auf dem Dach des alten Gebäudes vermuten lässt, ist diese Fabrik seit 1845 in Betrieb und in der Produktion von den angeblich besten Zigarren der Welt immer noch genauso altertümlich eingestellt. |
![]() |
|
Im
Eingang dieser „Fabrik“ fand ich eine Büste des wahrscheinlich
größten Nationalhelden Cubas vor, die Büste von José
Martí, nachdem auch der internationale Flughafen von Havanna
benannt ist. Dieser Mann wird wohl noch mehr verehrt, als Ernesto Guevara
Serna, bekannt als Che Guevara. ---------- José Martí: Der aus Havanna stammende ist die herausragende Figur der kubanischen Unabhängigkeitsbewegung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er hat sich auch als Autor diverser politischer Schriften, Essays und Romane hervorgetan und einige Theaterstücke sowie bewegende Lyrik verfasst. Der Text des berühmten Liedes „Guantanamera“ stammt aus seiner Feder. Als sich Martí im Alter von 16 Jahren mit der Zeitschrift „Patria Libre“ für den Unabhängigkeitskampf Cubas einsetzte, wurde er von der spanischen Kolonialregierung zu Zwangshaft verurteil und 1871 nach Madrid deportiert. Dort konnte er sein Jura- und Philosophie-Studium abschließen. Nach Reisen durch Mexiko, Guatemala und Venezuela kehrte er 1878 nach Cuba zurück, von wo er ein Jahr später wegen seiner politischen Aktivitäten wieder nach Spanien exiliert wurde. Von 1881 an lebte Martí in New York. Seine in der argentinischen Zeitung „La Nación“ regelmäßig erscheinenden Artikel machten ihn in ganz Lateinamerika bekannt. Zwischen 1878 und 1882 entstanden die metaphorisch und rhythmisch nuancierten Gedichtsammlungen „versos libres“ und „Ismaelillo“. Im Jahre 1891 erschienen die noch stärker autobiographisch ausgerichteten „Versos sencillos“. Ab 1884 widmete siche Martí der Vorbereitung einer Invasion auf Cuba und nahm mit Kämpfern des Unabhängigkeitskrieges wie Máximo Gómez und Antonio Maceo Kontakt auf. Vor allem in diesen Briefen sowie in den zahlreichen Essays spiegelt sich sein politisches Denken wider. Sein Hauptanliegen galt dem Kampf gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit, der Befreiung Cubas durch die USA und der Zusammenfassung aller politischen Kräfte. Mit der Gründung der Revolutionären Partei Cubas (Partido Revolucionario Cubano) 1892 versuchte er, diese Vorstellungen umzusetzen. Begleitet von Máximo Gómez traf er am 11. April 1895 auf Cuba ein. Nur einen Monat später fiel er im Kampf bei Boca de Dos Ríos. José Martí wird noch heute als Nationalheld verehrt. ---------- |
![]() |
Wir machten
eine Führung durch diese Fabrik und wurden Zeugen, wie hoch der
Qualität dieser Zigarren ist. Anschließend besuchten wir
noch kurz den Laden der Partagas Fabrik, wo man schnell einmal 100Euro
dort lässt ;)
---------- Anschließend
machten wir uns auf den Weg zum Plaza de la Revolución. Ein weiterer
Pflichtbesuch, wenn man in Havanna ist, meiner Meinung nach ist dieser
Platz aber nichts Besonderes. |
![]() |
![]() |
Am nächsten
Tag stand einfach nur Relaxen auf dem Plan. Unser Hotel hat ein Angebot
zum Club Habana, ein exklusiver Strandclub mit Swimming Pool und alles,
was das Herz begehrt. Hier mal die typische Urlaubsaussicht ;-) |
![]() |
Am Tag darauf
machten wir uns noch mal auf den Weg in die Innenstadt, um das Revolutionsmuseum
zu besuchen. Auf dem Weg dorthin kamen wir ein weiteres Mal am Capitolio
vorbei und wie man auf diesem Bild gut erkennen kann, wird in Kuba alles
verwendet, was zwei Räder oder mehr hat. Auch die alten Schulbusse
von den Amerikanern finden hier noch Verwendung. Einige von euch wird
jetzt der nagelneue Audi ein wenig schockieren, der dort breit in der
Straße steht, keine Angst, das ist nur ein Mietwagen, zu erkennen
an dem braunen Kennzeichen. |
![]() |
Vor dem Museum
geparkt, die Namensgeber des GuaGua’s, auch wenn es nicht so aussieht,
immer noch im Einsatz |
![]() |
Und hier
ein schönes Trio der 50’er Autos |
![]() |
Diese Autos
sind einfach der Wahnsinn, und sie fahren immer noch. Die Kubaner sind
gezwungen, die Ersatzteile selber zu machen, vielleicht ist auch dass
der Grund, dass die Autos immer noch fahren. |
![]() |
Ein Plymouth
mit einem Plakat in Erinnerung an José Martí im Hintergrund |
![]() |
Ein alter
Panzer vor dem Revolutionsmuseum |
![]() |
|
----------
Die Kubanische Revolution (1953 – 1959): Die Geschichte der Kubanischen Revolution begann am 26. Juli 1953 mit der Niederlage einiger Rebellen beim Sturm auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba. Eine Reihe unglücklicher Umstände verhinderte einen Überraschungserfolg der wenigen und ausgerüsteten revolutionären Studenten und Intellektuellen, unter ihnen der 27jährige Fidel Castro Ruz. Den Überlebenden wurde der Prozess gemacht, dessen Öffentlichkeit Castro zu seiner berühmt gewordenen Verteidigungsrede nutzte: „Die Geschichte wird mich freisprechen“. Sein Weg führte jedoch zuerst auf die Gefängnisinsel Isla de los Pinos (Isla de la Juventud) und nach einer Amnestie 1955 ins mexikanische Exil. Dort gelang es ihm, zusammen mit anderen Oppositionellen, u.a. seinem Bruder Raúl, denen sich auch der argentinisch Arzt Erneste Che Guevara anschloss, die nach dem Datum des Moncada-Anschlags benannte „Bewegung des 26. Juli“ zu gründen, die Keimzelle der Kubanischen Revolution. Revolution (1956 – 1959): Mit der alten, überladenen und lecken Yach „Granma“ strandeten 82 unzureichend ausgerüstete Revolutionäre am 2. Dezember 1956 im Osten Kubas. Die meisten wurden von Regierungstruppen getötet. Nur zwölf von ihnren, darunter Che Guevara und die Brüder Castro, gelang es, sich in kleinen Gruppen in die Sierra Maestra durchzuschlagen, wo sie allmählich und mit Unterstützung der Bauern einige Anhänger fanden. Auf der ganzen Insel wuchs 1957 der Widerstand gegen das Batista-Regime. Als Batista 1958 mit militärischer Gewalt, die sich auch gegen die Zivilbevölkerung richtete, die Rebellenbewegung vernichten wollte, war die Zeit reif für eine landesweite Revolution. Während sich die Zahl der Guerilleros, auch aus den Reihen der Soldaten, vergrößerte und die Präsidentschaftswahlen vom November 1958 boykottiert wurden, gelang den Revolutionären die Eroberung der Insel von Osten nach Westen. Nachdem Batiste unter Mitnahme der Staatskasse in der Silvesternacht geflogen war, verhinderte ein Generalstreik die Machtübernahme des Militärs. Der triumphale Einzug der Revolutionäre unter Fidel Castro am 8. Januar 1959 in Havanna war der Höhepunkt der kubanischen Revolution. ---------- Am nächsten
Tag ließen wir es etwas ruhiger angehen und besuchten die Hafeneinfahrt
von Havanna und somit auch gleichzeitig den Malecón, die mehrere
Kilometer lange Uferpromenade von Havanna. |
![]() |
Eine alte
Kanone, mit der man früher versucht hat, die Seeräuber und
andere Angreifer, welche über den Wasserweg kamen, vor der Stadt
abzuwehren. |
![]() |
Dieses Motiv
könnte auch von einigen Postkarten bekannt sein, Blick entlang
des Malecóns. |
![]() |
Am Samstag,
dem 13. August (gleichzeitig auch Fidel Castro Ruz’ Geburtstag)
war es so weit, der erste Inlandsflug stand an. Es sollte ein Badeausflug
nach Cayo Santa Maria werden, bzw. der Flug geht nach Cayo Las Brujas.
Das ist eine kleine Inselkette, welche mittig im Norden von Kuba liegt,
nahe dem bekannten Badeort „Cayo Coco“. Zu noch ganz unmenschlicher
Zeit wurden wir mit einem Bus von unserem Hotel abgeholt und zu dem
kleinen Provinzflughafen von Havanna „Playa Baracoa“ gefahren,
welches der Hauptsitz von Aerogaviota ist. Dort haben wir eingecheckt
und durften auch nach nur kurzer Wartezeit die ATR 42-500 betreten.
[IRONIE] Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich gefreut
habe, mit einer ATR zu fliegen…[/IRONIE aus] |
![]() |
Pünktlich
zum Sonnenaufgang waren wir dann auch schon in der Luft und unsere ATR
brummte nach Cayo Las Brujas |
![]() |
Hier sieht
man den Flughafen von Varadero und die im Sonnenaufgang liegende, dazugehörende
Halbinsel Varadero. |
![]() |
Sonnenaufgang
über den Tabakplantagen, Zuckerfeldern und was weiß ich was
noch alles Angebaut wird. |
![]() |
Angekommen
in Cayo Las Brujas, ein ziemlich neuer Airport. |
![]() |
![]() |
|
Der
Tag verlief dann so, dass wir in ein All Inclusive Resort gebracht wurden,
dort ein Hotelzimmer hatten, uns umgezogen haben und anschließend
in ein Mangroven-Gebiet gefahren sind, um dort mit einem Jetski ähnlichen
Mini-Motorboot durch besagte Gebiete zu düsen und an einem Riff
zum Schnorcheln und Tauchen zu gehen. Nachmittags verbrachten wir die
meiste Zeit am türkis blauem Meer und an einem sehr schönen
Sandstrand. Abends ging es dann mit der wunderschönen ATR wieder
zurück nach Baracoa.
Kaum waren wir
Airborne, scheinbar auf einer visual departure route, fliegt unser PIC
eine sehr enge Kurve, sodass ich noch mal ein Blick auf das Gebiet werfen
konnte, wo ich zuvor noch mit dem Jetski durchgedüst bin. |
![]() |
Mir ist die
Tage zuvor schon aufgefallen, dass die Sonnenuntergänge in der
Karibik ein wenig anders sind, als wir sie von Europa kennen. So kam
ich auf die Idee, Abends noch am Strand vorbeizuschauen, welcher sich
nicht weit weg von unserem Hotel in Miramar befindet und dort hauptsächlich
die Einheimischen baden. Entschuldigt die vielen Bilder, aber der Sonnenuntergang
war schlichtweg Atemberaubend. |
![]() |
![]() |
Die Farben
am Himmel wurden immer wilder und eindrucksvoller… |
![]() |
… bis
die Sonne ganz weg war und nur noch Himmel und Wolken ein wenig angestrahlt
wurden |
![]() |
Am Tag darauf
war es endlich mal ein bisschen Bewölkt, sodass man nicht ununterbrochen
der prallen Sonne ausgesetzt war, diese Zeit wollte ich nutzen, um ein
bisschen durch Havanna und am Malecón entlang zu gehen, und was
macht man, wenn man durch Havanna geht ? Richtig, alte Autos fotografieren
:-) |
![]() |
Hier mal
ein Blick die Straße entlang und der etwas heftigen Überland-Stromleitung. |
![]() |
Ein GuaGua,
und sie fahren doch ! |
![]() |
Ein Supermarkt.
Dazu muss ich ein bisschen was erklären: In Kuba gibt es nicht
Supermärkte, so wie wir sie kennen, nein, dort sind sie ganz anders.
Auf Kuba gibt es zwei Währungen: Den Peso und den Peso Convertible.
Den Peso Convertible haben nur die Touristen oder die „reichen“
Kubaner (ja, so etwas gibt es auch) und in diesen Supermärkten
kann man auch nur mit dem Peso Convertible einkaufen. Jetzt ist so ein
Supermarkt voll mit elend langen Regalen, nur sind diese Regale meist
nicht Gefüllt. Auf Kuba herrscht Lebensmittelknappheit, und das
merkt man in so einem Markt sehr wohl. Vereinzelt zwei, drei Packungen
Kekse, ein paar Flaschen Wasser und „Fiesta Cola“. Eventuell
sogar noch mit bisschen Glück Tiefkühl-Hühnchen. Generell
besteht das Essen aus Kuba aus Huhn mit Reis und Bohnen, Huhn mit Bohnen
und Reis, Reis mit Huhn und Bohnen, Bohnen mit Huhn und Reis usw. Am
Ausgang eines jeden Supermarktes stehen eine Art Wächter, die die
Einkäufe und den Kassenzettel kontrollieren. Als „normaler“
Kubaner bekommst du vom Staat Lebensmittelmarken womit du ein bisschen
Wasser und Brot kaufen kannst. |
![]() |
Back to the
bussines… |
![]() |
In Kuba wird
alles als Transportmittel/Bus benutzt, was 2 oder mehr Räder hat.
Das Verkehrssystem ist katastrophal, weswegen man an jeder Kreuzung,
an jeder Ecke und jeder Straße Leute stehen sieht, die versuchen,
auch nur irgendein Auto anzuhalten, um damit günstig mitzufahren,
da die meisten Taxis für die Kubaner zu teuer ist und die Busse
überfüllt sind. So kann es übrigens auch passieren, dass
man eine Stunde an einer Bushaltestelle steht, zusammen mit 50 anderen
Kubanern. Plötzlich springen Kinder und Frauen auf und rufen „GuaGua
GuaGua!!“, dieser GuaGua geht aber genauso schnell, wie er kommt,
er düst mit 80km/h an der Haltestelle vorbei. Da heißt es
Ruhe bewahren und weitere 60 Minuten warten… |
![]() |
Was ganz
Neus, Altes Auto UND altes Haus ;) |
![]() |
Ja, auch
in diesem Haus leben noch Menschen… |
![]() |
Okay okay,
mit dem Auto wird jetzt aber echt nicht mehr gefahren, was für
eine Verschwendung ! ;-) |
![]() |
Am Malecón
angekommen sind ein paar kleine Kubaner-Kinder ins Wasser gesprungen,
das Wasser war allerdings voll mit Öl. Wie auch immer, sie haben
es selbstständig geschafft, die Wand wieder hoch zu klettern, Respekt
! |
![]() |
Kuba ist
ein Polizeistaat, das merkt man schon nach kurzer Zeit, an jeder Ecke
und in jeder Straße steht ein altes Polizeiauto oder ein Polizist
an seinem Motorrad gelehnt. Auch hier entgeht dem Auge des Gesetzes
nichts. |
![]() |
Ich habe
die Zeit ein weiteres Mal genutzt, um ein paar Sonnenuntergangsbilder
zu machen, dieses Mal am Malecón. |
![]() |
![]() |
![]() |
Ja und das
ist eines der vielen alten Häuser, welche am Malecón stehen,
aber mit der Zeit jetzt renoviert werden sollen, sagt zumindest der
Staat. Auch in diesem Haus leben Leute, um genau zu sein der Vater und
seine Tochter welche zwei Bilder weiter oben im Sonnenuntergang zu sehen
sind. |
![]() |
Abends ist
der Malecón Treffpunkt für alt & jung, dort ist eigentlich
immer was los, kann ihnen aber nicht verübeln, bei der schönen
Stimmung. |
![]() |
Dieses Bild
gefällt mir auch sehr gut, kurz nach sunset in einer Straße
nahe des Malecón’s aufgenommen |
![]() |
|
Neuer
Tag, neuer Flug. Kurz die Vorgeschichte: Am Samstag auf dem Rückflug
von Cayo Las Brujas saß ich in der ATR drin und hab mir gedacht,
dass es das nicht sein kann, ich bin in Kuba und fliege mit einer ATR.
Beim Reiseführer informiert bekam ich die Auskunft, dass die Agencia
de Viajes (Reisebüro) von Aerogaviota auch Sonntags geöffnet
hat. Also nahm ich mir ein Taxi und ließ mich zu diesem Gebäude
fahren. Da die Kubaner sehr hilfsbereit sind, bot mir der Taxifahrer
an, den Zähler zu stoppen und zu warten, bis ich fertig bin. In
dem „Büro“ (es war eher ein kleiner dunkler Raum mit
Tisch und Telefon) sagte man mir, man könne mir auch nicht helfen,
gab mir aber eine andere Adresse. Ich erklärte dem Taxifahrer mein
Hobby während wir zum nächsten Büro fuhren. Als ich ihm
erklärt habe, dass ich gerne Mil-Mi 8 von Aerogaviota fliegen würde,
erzählte er mir, dass er früher 14 Jahre lang Militärpilot
für Kuba in Angola gewesen sei und selber die Mi 8 geflogen hat.
Gut, in Kuba erzählt dir jeder so was, man trifft Chefköche,
Hotelmanager und alle haben sie einen Freund in Frankfurt oder eine
Freundin in Hamburg. Aber wie auch immer, unserem Taxifahrer, Pepe el
Piloto, konnte ich die Story glauben, Dinge, die er mir erzählt
hat, kann man nur wissen, wenn man selber die Teile geflogen hat. Wie
auch immer, angekommen am nächsten Büro standen wir vor verschlossenen
Türen. Als wir wieder aufbrechen wollten fuhr ein Auto aus der
Einfahrt und drin saß ein Pilot von Aerogaviota. Zufälliger
Weiße war dieser Pilot ehemaliger Kollege meines „Pepe el
Piloto“ bei der Mi 8 in Angola und die beiden haben sich schon
seit mehreren Jahren nicht gesehen. Auf alle Fälle gab der uns
eine weitere Adresse, welche uns wieder einmal in die Calle 23/La Rampa
führte, in das große Hochhaus-Hotel „Habana Libre“.
Auch dort habe ich zum X-ten mal meine Story erzählt, dass ich
gerne Antonov fliegen würde. Man verwies mich auf das Routing nach
Cayo Largo und machte mir das Angebot, ich könne auch ein Tag vor
Abflug anrufen, und sicherstellen, dass was Russisches auf dem Routing
fliegt.
So kommt es, dass ich zwei Tage später ein weiteres Mal in aller Hergottsfrüh am Flughafen von Baracoa stehe und mich durch die Sicherheitskontrolle schleusen lasse. Und endlich kam das, auf das ich die ganze Zeit gehofft habe, ich konnte in die Antonov 26 einsteigen. Ganz traditionell über die Frachttür im Leitwerk. |
![]() |
Als Erstes
viel mehr der starke Russengeruch und der Geruch nach alten Metall,
wie man ihn aus Museumsflugzeugen kennt, auf. Anschließend die
nicht vorhandene Sitzplatzbezeichnung (juhu „free seating“)
und die wenige 3 Fenster in der gesamten Kabine. Also war es relativ
finster. Ich beeilte mich einen Fensterplatz zu bekommen. Während
wir die 5 Meter zu Startbahn rollten, wurde ich von einer 1-2 Meter
großen Stichflamme überrascht, welche für ein paar Sekunden
aus dem Triebwerk kam. Ich dachte mir aber nichts weiter dabei und ging
davon aus, dass das normal sei, zumindest bei einer Antonov. Zumindest
war in der Zeit auch die sonst so dunkle Kabine etwas erleuchtet ;)
Nach 40 Minuten Flugzeit und dem schönen Lärm der Props sind
wir im Anflug auf Cayo Largo, einer der schönsten Bade- und Tauchorte
der Welt. |
![]() |
Bei der Maschine
ließ ich es mir nicht nehmen, nach der Landung kurz mal ins Cockpit
zu sehen |
![]() |
Achtung!!:
Ich suche Informationen zu dieser Maschine. Wir sind mit der CU-T1235
geflogen, es ist eine Cubana Antonov 26, wird aber operated von Aerogaviota.
Ich finde nirgendwo Infos zu dieser Maschine. Weder im JP noch bei A.net
und Co. Wenn jemand Informationen darüber hat (Herkunft, Alter
usw.) so soll er sich doch bitte bei mir melden, mich würde das
sehr interessieren. |
![]() |
|
Ansonsten
hat sich in Cayo Largo scheinbar auch einiges verändert, weitere
abgestellte Flugzeuge konnte ich nicht erkennen, mit dem Fotografieren
sieht es auch dort nicht mehr so rosig aus. Tagsüber waren vereinzelt
mal eine Antonov 26 von Aerogaviota im Anflug oder ein kleiner Embraer-Prop.
Daher empfehle ich bei einem Aufenthalt, der nicht länger als einen
Tag dauert, eher baden zu gehen, anstatt sich irgendwo an den Flughafen
zu stellen.
Der restliche
Tag war dann mal wieder ein reiner Badeurlaub. Mit unseren kleinen Gruppe
(hauptsächlich aus Spaniern bestehend) betraten wir ein kleines
Schiff, nachdem wir eine Schildkrötenfarm besucht haben. Wir legten
nach kurzer Fahrzeit an einer Insel an, wo man Leguane in freie Wildbahn
zum Greifen nah hatte. Anschließend ging es in ein „piscina
natural“ (ein natürliches Schwimmbad). Wie sich später
rausstellte, eine Sandbank im Meer. Dort konnten wir dann 45 Minuten
schwimmen. |
![]() |
Anschließend
fuhren wir weiter aufs Meer hinaus zu einem Korallenriff wo wir eine
Stunde zum Tauchen und Schnorcheln hatten. Die Artenvielfalt dort ist
schon sehr beeindruckend und ein Korallenriff hat eine Atemberaubende
Unterwasserlandschaft. Währendessen hatte man an Board auch die
Möglichkeit, ziemlich preisgünstig für 10USD frische
Languste zu Essen, herrlich ! Später wurden wir zu einem, wie schon
erwähnt, angeblich schönsten Badestrand der Welt gefahren.
Der Sand ist hier weiß und so fein wie Mehl, deswegen erhitzt
er sich auch nicht und ist angenehm kühl. |
![]() |
Bis Abends
hatten wir Zeit, in dem 30° warmen Meer zu Schwimmen oder auch nur
am Strand zu liegen. |
![]() |
Später
fuhren wir zum Flughafen von Cayo Largo zurück, wo wir erfuhren,
dass unser Rückflug 2 Stunden Verspätung hat, also zurück
in ein Café |
![]() |
Dort hatten
wir dann die Zeit, den Sonnenuntergang etwas zu genießen |
![]() |
Nach der
nächtlichen Landung machte ich noch mal ein Bild von unserer Luftkutsche,
tut mir leid aber es war sehr dunkel daher auch etwas verwackelt. Ich
möchte noch erwähnen, dass die Antonov keine Klimaanlage hat,
sondern einfach Schlitze in der Kabinendecke, durch die „frische“
Luft von außen kommt. Dadurch ist es natürlich am Boden unerträglich
heißt und sie hat auch keine Druckkabine, d.h. sie kann nicht
sonderlich hoch fliegen. So zu fliegen ist wirklich Abenteuerlich. |
![]() |
Am darauf
folgendem Tag stand gleich der nächste Flug auf dem Plan, dieses
mal sollte es auf die Isla de la Juventud (Insel der Jugend) nach Nueva
Gerona gehen. Nachdem ich bei dem kubanischen Sicherheitswahn meinen
Gürtel ein drittes Mal ausgezogen habe, durfte ich auch endlich
das Flugzeug, eine AN24 betreten. |
![]() |
|
----------
Isla de la Juventud: Bei seiner zweiten Reise in die Neue Welt soll Kolumbus 1494 auf der Insel gelandet sein und ihr den Namen Evangelista gegeben haben. Da sie weder über Goldvorkommen verfügte, noch besonders günstig lag, geriet sie lange Zeit in Vergessenheit. Nur Piraten und Freibeuter kamen immer wieder hierher, worüber es einige Geschichten gibt, die angeblich auch dem Verfasser des Romans „Die Schatzinsel“, Robert Louis Stevenson, zu Ohren gekommen sein sollen. Erst im Jahre 1830 wurde die Siedlung Nueva Gerona gegründet. Später machten sich die spanischen Kolonialherren die abgeschiedene Lage der Insel zunutze, indem sie Verbannte hierher schickten, so auch den kubanischen Freiheitshelden José Martí. Als 17jähriger geriet er auf der Finca El Abra in Haft, bevor er im Januar 1871 nach Spanien verbannt wurde. Auch in der Hauptstadt ließ der Direktor Machado im Jahre 1928 das riesige Zuchthaus Presidio Modelo bauen, in dem 1953 auch Fidel Castro und 25 seiner Mitstreiter nach dem gescheiterten Angriff auf die Monccada-Kaserne landeten. Nach dem Sieg der Revolution begann man damit, die Insel urbar zu machen. Tausende von Jugendlichen kamen zu diesen „freiwilligen“ Arbeitseinsätzen auf den Plantagen. Als Anerkennung dafür erhielt sie 1978 auch offiziell den Namen Isla de la Juventud. Mehr als 60 Schulen und Hochschulen wurden eröffnet, in denen in den besten Zeiten 20.000 Jugendliche studierten, meist aus Afrika, Lateinamerika (Nicaragua) und Asien (Nordkorea). Seit Beginn der Spezialperiode mussten wegen der schwierigen Versorgungslage einige Schulen geschlossen werden, im Jahre 1990 lebten und arbeiteten nur noch etwa 8.000 Studenten hier. ---------- Ich war sehr
überrascht, dass hier tatsächlich an fast jedem Sitzplatz
ein Fenster ist und es sogar Sitzplatzbezeichnungen gibt, nur hält
sich daran eigentlich niemand. |
![]() |
Nach 20 Minuten
Flugzeit haben wir die Insel erreicht. Aus der Luft sah ich bereits
einen Airport und rätselte, was das für einer sein könnte.
Nueva Gerona ? Nein, das kann nicht sein, dazu sind wir viel zu hoch.
Doch, es war Nueva Gerona, hier ein Bild während des Anfluges,
man sieht schön, was für einen steilen Winkel wir hatten. |
![]() |
Dieses Kabinenfoto
ist mir etwas besser gelungen, klar, war auch heller. Nach nur 25 Minuten
haben wir den Flughafen von Nueva Gerona erreicht. |
![]() |
Am Flughafen
bot uns jemand ein Taxi in die Stadt für 3 Pesos an, nach 10 Minuten
kam dann sein muchacho. Das Taxi kostete zwar 5 Pesos, aber das ist
immer noch sehr günstig. Während wir warteten, war mir etwas
langweilig, und was macht man in Kuba, wenn einem langweilig ist ? Genau,
alte Autos fotografieren ;) Sie sind einfach prächtig ! |
![]() |
Ein sehr
schöner Lieferwagen, nur ein bisschen mehr Farbe würde ihm
gut tuen. |
![]() |
Die Tankstelle…
äh quatsch der Flughafen von Nueva Gerona |
![]() |
Früher
gab es mal eine Terrasse, von der aus man einen sehr guten Blick auf
das Vorfeld hatte und ggf. auch noch einiges fotografieren konnte. Heute
hat sich das alles erledigt, es gibt keine Terrasse und sowieso nur
2, 3 Flugbewegungen am Tag, und das ist meist immer die Gleiche Maschine,
welche das Routing nach Havanna fliegt. Ansonsten darf man nicht mal
in die Nähe des Flughafenzaunes gehen und auch aus dem Sicherheitsbereich
ist kein Fotografieren möglich. |
![]() |
Nachdem wir
etwa 10 Minuten mit einer Schrottkarre über Stock und Stein gefahren
sind, kamen wir auch schon in der Innenstadt an, und machten mit dem
Taxifahrer aus, dass er uns in 2 Stunden hier wieder abholt. |
![]() |
Das Dorf
mag noch so klein sein, auf den Straßen ist immer was los ! |
![]() |
Ein Lastwagen
pumpt seine Abgase in die Umwelt, natürlich saß niemand drin.
Aber die Deutschen regen sich über „Feinstaub“ auf,
ich versteh’s nicht… |
![]() |
Bei dem schönen
Bild möchte ich noch erwähnen, dass die Straßen von
Kuba, speziell von Havanna immer einen kleinen Grundgehalt an Abgasen
haben. Dass man mal einen Schlag frische Abgase von einem Lastwagen
ins Gesicht bekommt ist normal, vor allem beim Taxi fahren ziehen diese
schwarzen Rauchschwaden regelmäßig durchs Auto. Abends im
Hotelzimmer angekommen stinkt man dann immer nach einer Mischung aus
Benzin, Öl, Abgase, Dreck und beim Fliegen noch nach Kerosin. |
![]() |
Jetzt werden
sich sicherlich Einige denken, „Warum ist er in der Innenstadt
von Nueva Gerona und fotografiert nur alte Autos und Häuser ?“
Naja, das liegt ganz einfach daran, dass es dort nichts Anderes gibt.
Ach doch, eine Kirche konnte ich entdecken, hier bitte: |
![]() |
Unser Taxifahrer
war zuverlässig und holte uns wieder ab, nachdem wir in einer Pizzaria
zu Mittag gegessen haben. 2 Getränke und 2 große Pizze für
insgesamt 5 Pesos (4,50Euro), da kann man nicht meckern. Wir flogen
wieder die 25 Minuten zurück nach Havanna, hier ein Bild von dem
optisch sehr ansprechenden nationalen Terminal des José Martí
Flughafens. |
![]() |
Am vorletzten
Tag unserer 2-Wöchigen Reise besuchten wir noch mal einen Souvenirmarkt
am Malecón wo man auch diese kleinen Freunde kaufen konnte |
![]() |
![]() |
Und viiieeele,
teils sehr gute, Gemälde |
![]() |
| In
einem Supermarkt konnten wir noch günstig Rum kaufen (1l Havana
Club für ca. 5 Euro) und verbrachten den weiteren Tag am Pool.
---------- Hochprozentiger Genuss: Da der Rum ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung ist, war seine Verbreitung auch eng mit dem Aufstieg des Zuckerrohrs verbunden. Grundlage für die Rumherstellung ist Melasse, ein Abfallprodukt der Zuckerproduktion: Durch Pressen und mehrfaches Sieden wird ein dickflüssiger Zuckerrohrsaft gewonnen, der zum Abkühlen in Formen gegossen wird. Dabei kristalliert an der Oberfläche der Rohzucker aus, während sich am Boden die sirupartige Melasse absetzt. Dieses Nebenprodukt enthält noch ausreichend Zucker, um bei Vergärung – ursprünglich nur durch Sonneneinstrahlung, heute durch Zusatz von speziellen Hefen – Alkohol zu bilden, der durch Destillation und diverse Reinigungsverfahren zu Aguardiente (Branntwein) wird. Dieser reiner Zuckerrohrschnaps kann bis zu 75% Alkohol enthalten. Über Aroma und Qualität entscheiden jedoch neben Anbau und Sorte des Zuckerrohrs vor allem die Lagerung: Der ursprünglich farblose Rum wird in Holzfässer – meist Eichenfässer – gefüllt, wodurch er je nach Dauer der Lagerung und der Beschaffenheit des Holzes seine charakteristische goldbraune Färbung und sein Aroma erhält. Als eines der größten Geheimnisse wird von jeder Destillerie das Rezept gehütet, nach dem beim abschließenden Blending die verschiedenen Rumjahrgänge und –sorten verschnitten werden. ---------- Ja ich weiß,
es nervt, aber noch ein letztes Mal wollte ich den Sonnenuntergang am
Meer genießen ;-) |
![]() |
Und auch
hier stand mitten am Strand noch ein kleines Prachtstück |
![]() |
Am nächsten
Tag warteten wir um 12 Uhr in der Hotellobby auf unseren Transferbus,
der uns nach Varadero fahren sollte. Nachdem um 12 noch niemand da war,
erhielten wir die Auskunft, er komme um 12.15. Auch um 13.15 Uhr war
noch keiner da, aber man organisierte uns ein Taxi, dass wir nicht bezahlen
mussten. So fuhren wir 1 ½ Stunden nach Varadero zurück,
unterwegs aufgehalten von Pferden, Kontrolleuren und starken Regenschauern.
Nachdem der Check In nach über 1 Stunde auch überstanden war
(dank Stromausfällen und einem nicht funktionierenden Gepäckband)
konnte ich ein Blick auf unser Flugzeug für den Rückflug werfen. |
![]() |
| Ein
Nachtflug stand an, nur wusste ich schlichtweg nicht, ob ich bei dem
74cm kurzen Sitzabstand meine Beine im Gepäckfach über mir
oder unter dem Sitz vor mir verstauen sollte. Dagegen sollte LTU dringend
was tuen, das ist nicht auszuhalten. Der Service war auch hier mehr
oder weniger gut, abgesehen davon, dass zu beginn das Entertainmentsystem
nicht funktionierte und man den Computer einige Male „reseten“
musste.
Kuba ist ein
sehr interessantes Land und die Leute meist freundlich und hilfsbereit.
Es ist ein geeignetes Ziel, wenn man einfach nur am Strand liegen möchte
und ausspannen, oder aber auch wenn man mehr über Geschichte und
Sehenswürdigkeiten erfahren möchte. Alleine zum Fotografieren
von Flugzeugen würde ich hier allerdings nicht herfahren, da es,
wie schon geschildert, sehr schwierig ist. Ein paar Inlandsflüge
kann man allerdings zu angemessenen Preisen schon unternehmen. Jetzt hab Ihr es geschafft, ich weiß es war viel, aber dafür habt Ihr jetzt wieder ein Jahr Ruhe vor mir ! ;-) Vielen Dank für’s
Lesen, über Feedback freue ich mich natürlich. |